Etosha bis Kapstadt

notiert von Raini am Dienstag, 18. Dezember 2007 in der Rubrik Namibia

Im Oktober kam Familie Protzen aus Hamburg schon zum dritten Mal mit mir auf Urlaub. Diesmal ging es am Ende runter bis Kapstadt. Mit 6 Personen in der Gruppe rentiert es sich, mit mir bis runter nach Kapstadt zu fahren, im Gegensatz müssten 6 Flügen von Windhoek nach Kapstadt gezahlt werden und dann ein Auto gemietet werden und die Gäste müssten selber mit Linksverkehr in Kapstadt herum fahren - also jede Menge Stress im Urlaub… Da ich selbst in Kapstadt gelebt habe, kenne ich mich bestens aus. So viel zur Überlegung, warum man mit mir mal bis nach Kapstadt fahren sollte.
Hier ein Bild von der Ortschaft Springbock.

Springbok

Im Kap sind wir dann durch die Zederberge gefahren, eine sehr interessante und hübsche Strecke. Es war am Ende der weltberühmten Blütezeit. Überall kleine Blumen…

Blumen

…wo sonst in der trockenen Jahreszeit nur Sand und Geröll ist. Hier habe ich eine sehr nette Unterkunft, Mount Zeder, gebucht. Wir sind noch zu Felsmalereien gewandert und dann ging es weiter durch fantastische Berglandschaft.

Mount Ceder

Dann weiter über die Ortschaft Ceres, hier wird ganz viel Obst angebaut für die guten Fruchtsäfte, die Plantagen waren alle in Blüte, ganz im Gegensatz zum trockenen Namibia. Wir haben in Namibia Sommerregen und hier im Kap Winterregen, daher dieser krasse Unterschied. Es war eine tolle Fahrt über Pässe und durch liebliche Landschaft.
Auf jeden Fall sind wir dann 2 Nächte in Stellenbosch und 2 Nächte in Kapstadt gewesen, bevor meine 6 Gäste den Gabelflug mit LTU nach Hause wahrgenommen haben.

Tafelberg

Im Kap habe ich alle wichtigen Ausflüge mit meinen Gästen unternommen, die Weingüter in Stellenbosch und Franschhoek, Boschendal, Kirstenbosch Botanischen Garten, Groot Constantia, Rhodes Memorial, Pinguine, Kap der Guten Hoffnung, Waterfront, halt alles was dazu gehört.

Cape Point

Auf jeden Fall waren meine Gäste so zufrieden, Herr Protzen wollte am liebsten gleich da bleiben und weiter mit mir herum fahren. Gott erhalte die Gesundheit meiner netten Gäste!

Etoscha 100 Jahre

notiert von Raini am Dienstag, 18. Dezember 2007 in der Rubrik Namibia

Der Etoscha-Nationalpark ist in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden. Naturschutz wurde also schon sehr früh in unserem Land groß geschrieben.

Etoscha 100 Jahre

Es gab sehr viel Kritik über die vom NWR geführten Resorts wie Okaukuejo, Halali und Namutoni, die wurden einfach nicht gewartet und somit war an allen Ecken und Kanten etwas auszusetzen. Es war zwar alles schön geputzt, aber das reicht halt nicht, es muß auch repariert werden. Nun wurden in diesem Jahr alle Rastlager total überarbeitet und es ist alles schön neu, aber neu macht nicht gleich besser. Jetzt gibt es zu viel Designer-Schnick-Schnack und das ist meist unpraktisch. Deshalb benutzen die meisten Reiseveranstalter nun die Unterkünfte vor den Toren des Parks. Ich will mal ein Beispiel geben, in Namutoni gab es die alten Bus-Quartiere, die haben nun eine wirklich große Badewanne (aus Italien?), 3 Duschen und 2 Waschbecken, dabei gibt es so wenig Wasser, dass die Bettwäsche in die nächste Ortschaft Tsumeb gebracht werden muß. Die Toilette ist so positioniert, dass man sie aus jedem Winkel der Unterkunft sehen kann, auf dem WC keine Privatsphäre. An beiden Seiten der Unterkunft sind große Schiebetüren, aber ohne eine Tür mit Mücken oder Insektenschutz. Da möchte ich mal den Touristen sehen, der den Mut hat, diese Türen offen zu lassen, um schöne frische Luft zu bekommen, somit muß man den Airconditioner die ganze Nacht laufen lassen damit es erträglich wird. Nun hört man das Gebrumme der Luftanlage anstatt die Löwen oder anderen Tiere der Wildnis zu hören. Obendrein hat das ganze südliche Afrika ein Energiedefizit, das wäre alles nicht nötig, wenn man sich beim Bauen mal etwas mehr Gedanken gemacht hätte.

Am Waterberg ist keine Sicherung vor den Fenstern und wenn man nun Nachts die Fenster offen läßt, wegen der frischen Luft und Temperatur, dann sitzen um 6.00 Uhr schon die Affen im Haus. Ganz egal was man macht, es ist kein schöner Aufenthalt. Ohne Fenster auf ist es unerträglich heiß in der Bude, mit Fenster auf dann die Affenbande.

So könnte ich nun von einem Rastlager zum nächsten weiter machen…
Aber die Lage dieser Rastlager und das Wildlife ist nun mal einmalig.

Grenzposten eröffnet

notiert von Raini am Dienstag, 18. Dezember 2007 in der Rubrik Namibia

Der Mata Mata-Grenzposten zwischen Namibia und dem Kalahari Gemsbock Park wurde nun endlich eröffnet. Nun kann ich meine Namib Enviro Tours in die Kalahari viel besser gestalten. In der Gegend gibt es keine Luxus-Unterkünfte, aber der Park hat seinen ganz eigenen Charme und für Wildnis- und Camping-Liebhaber gibt es noch den Botswana-Teil, der nur per Allrad Wagen zu bewältigen ist. Etwas ganz Spezielles.

Zur gleichen Zeit wurde auch der Sendelingsdrift-Grenzposten zwischen Namibia und dem Richtersveld in Südafrika geöffnet, dies wird den Tourismus in dieser Gegend beflügeln. Hier geht es per Fähre über den Oranje-Grenzfluss. Somit kann man vom Fisch River Canyon viel schneller in diese tolle Landschaft gelangen. Im Richtersveld-Park gibt es auch keine Luxus-Unterkünfte, ist auch eher was für Campingfreunde. Dies wird besonders interessant für meine Touren von Etoscha nach Kapstadt.

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