Bei den Himba im Kaokoland

notiert von Raini am Sonntag, 30. April 2006 in der Rubrik Namibia

Nach Ostern bin ich mit Frau und Kind und noch 2 Freundinnen meiner Frau und einer Freundin von Tochter Noemi zu den Epupa-Fällen am Kunene gefahren. Schon auf dem Weg zu den Faellen hatten wir eine nette Begegnung. Ich hab erst mal eine Tanzeinlage gegeben.

01HimbaTanz

Das ist der Himba Himba (oder Himba-Cha-Cha-Cha).
Danach gaben die jungen Frauen auch noch einen eigenen Tanz zum Besten.

02HimbaTanz

Nach einer Nacht im Wilden mit Regen am Morgen sind wir dann weiter gefahren und haben etwas später noch einen Stop bei zwei netten jungen Himba-Mädchen eingelegt.

03Junge Himba

Die eine konnte ich dann animieren Ihre Zaehne zu zeigen oder besser, die die sie nicht mehr hat. Denn es ist bei allen Himba Sitte, dass sie in jungen Jahren ihre unteren Schneidezähne bei einer wichtigen Zeremonie raus klopfen. Darauf sind sie auch sehr stolz und ich habe noch keinen Himba getroffen, der es bereut, dass ihm nun die Schneidezähne fehlen. Fleisch wird nun mit den Backenzähnen abgebissen, das machen Löwen auch so.

04Himba Zaehne

In Epupa Falls angelangt, haben sich unsere zwei Mädels die Haare zu vielen kleine Zöpfen flechten lassen, die jungen schwarzen Frauen haben sich damit etwas Geld verdient, was wohl auch wichtig ist, denn beide sind schwanger (siehe Foto), obwohl sie noch so jung sind. Es ist ein sehr fruchtbares Land, denn jede schwarze Frau hat entweder ein Kind an der Hand oder im Bauch oder beides. Unsere beiden, Noemi und Anna Schindler, haben schön still gehalten, während die vielen kleinen Zöpfe geflochten wurden.
05HimbaFrisoer

Wie solche Frisuren bei den Schwarzen aussehen können, ist in dem nächsten Bild zu sehen, es gibt so viele Möglichkeiten und der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
06Amos Frau

Und hier noch mal ein Bild von einer der jungen Friseurin, die auch viel Zöpfe trägt.

07Himba Frisoese

Am nächsten Tag hatten wir dann den ganzen Campingplatz für uns ganz allein. Was für ein Luxus - und das, obwohl in Namibia Osterferien waren. Aber so kann es einem gehen, wenn man sich mal wagt, außer der Saison loszuziehen. Wenn auch alle anderen unterwegs sind, ist es eben nur halb so schön.
Auf dem Rückweg sind wir noch diesem jungen Mädchen begegnet, leider mit dem typischen afrikanischen Gruss: “Give me!”
08Give Me

Alles in allem war es ein super Kurzurlaub im tiefen Afrika.

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